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Paulis Lost Place: Wasserschloss Oberbürg

Posted by on 12. August 2013

Hallo meine lieben Freunde,

am Wochenende war ich mal wieder unterwegs bei dem schönen Wetter und habe wieder einige interessante Orte besucht. Diesmal war ich im Wasserschloss Oberbürg in Lauf am Holz.

Entstehung

Das Oberbürg ist vermutlich im 15. Jahrhundert entstanden als Wasserschloss in einer Weiheranlage. Bis ins Jahr 1539 stand das Schloss im Besitz der Familie Groland. Danach wurde der Herrensitz verkauft an Hans Buchner, dem zeitweise auch die Burg Hartenstein und der Sitz Rückersdorf gehörte.

oberburg SkizzeBereits im Jahr 1542 gab Hans Buchner die Oberbürg auch schon wieder ab an den Kaufmann Bonaventura von Furtenbach. Nur ein Jahr später fand erneut ein Beisitzerwechsel statt und das Schloss wurde an Jörg Rayger verkauft. Dieser führte einige Prozesse mit der Reichsstadt bzgl. Umbaumaßnahmen der Anlage, weshalb es heute sogar noch eine Skizze aus dieser Zeit gibt. (Bildquelle: www.herrensitze.de)

Rayger konnte wegen offener Forderungen das Wasserschloss nicht halten und es wurde zurück gepfändet an Bonaventura von Furtenbach, der diese dann direkt an den Besitzer des Hammerwerks, Dr. jur. Georg Kanler, verkaufte. Dieser hatte erneut einige bauliche Maßnahmen durchgeführt, konnte aber auch die Oberbürg finanziell nicht halten. Die Oberbürg wurde 1581 geteilt – eine Hälfte erwarb Wolff Ehinger, die andere Hälfte ging an die Reichstadt, die dann ebenfalls an Wolff Ehinger verkaufte.

Im Jahr 1592 landete der Sitz dann wieder bei Familie Kanler. So ging das dann auch weiter in den nächsten Jahrhunderten (wer es genau wissen möchte: Herrensitze/Oberbürg). 1693 brach dann für das Schloss eine sehr gute Zeit an mit Margaretha Susanna, die mit Matthias Julius Eberhard Graf von Polheim verheiratet war. Die Gräfin machte die Oberbürg zu einem angesehenen Treffpunkt des Adels. Kurz vor ihrem Tod 1721 verkaufte Gräfin Margaretha Susanna das Wasserschloss, worauf wieder ein Wechsel der Eigentümer anfing.

1927 übernahm Dr. jur. Friedrich Freiherr Leuckart von Weißdorf die Oberbürg, welche in der Nacht vom 28. auf den 29. August 1943 durch einen Bombenabwurf im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Nachkrieg

Das Wasserschloss Oberbürg war eine der prachtvollsten Schlösse in der Region, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Ende der 50er Jahre ging das Schloss an die Energie- und Wasserversorgung AG Stadt Nürnberg, da dieses Gebiet in die Trinkwasserschutzzone integriert werden sollte.

1966 wurde dann (leider) einige Teile des Schlosses abgerissen.

Heute

Heute kann man auf dem Gebiet noch die Wehrmauer, Toranlagen und einige Teile der Rundtürme bewundern. Der alte Ziehbrunnen steht heute vor dem Vestnertor der Burg. Leider wird sich wohl um die Ruine nicht mehr viel gekümmert, daher ist das einzig so tolle Wasserschloss Oberbürg sehr eingewachsen und teilweise mit Graffiti beschmiert.

Schaut doch da auch mal vorbei. Es ist immer wieder sehr interessant zu sehen, wie es im Mittelalter hier so ausgesehen hat. Und was heute aus diesen Plätzen so geworden ist.

Euer Pauli

One Response to Paulis Lost Place: Wasserschloss Oberbürg

  1. Pickman

    Wir haben dort ende 2011 unser erstes Musikvideo gedreht. Bei Interresse, bitteschön:
    http://www.youtube.com/watch?v=aYqtLBW8OIs

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