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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Dvigrad in Kroatien

Posted by on 4. September 2013

Hallo meine lieben Freund und Besucher,

es geht weiter mit meinem Urlaubsbericht aus Kroatien. Vielleicht haben einige von euch schon von der verlassenen Stadt Dvigrad im Inland von Istrien gehört. Diese ist auch in einigen Reiseführern aufgeführt. Natürlich waren auch wir dort gewesen und haben uns diese Mittelalterliche Geisterstadt einmal angesehen.

 

Geschichte

In der Antike wurde das Gebiet Dvigrad (Zweiburg) von den Illyrer besiedelt. Im Frühmittelalter wurden dann direkt nebeneinander die zwei Burgfestungen Parentino und Moncastello gebaut. Diese bewachten den durch die Schlucht nach Pazin verlaufenden Handelsweg. Im Jahr 1345 wurde das Dorf vom Genueser Admiral Paganin Doria geplündert während des Krieges zwischen Genua und Venedig. Die Burg Parentino wurde im Jahr 1381 komplett zerstört von den Venezianern.

Auf dem höchsten Hügel in der Region Dvigrad stand eine Sofienkapelle – die Pfarrkirche von Kanfanar. Im Jahr 1615 wurde die Stadt schwer beschädigt während des Krieges, konnte aber wieder aufgebaut werden.

Dvigrad war eine der bedeutensten mittelalterlichen Städte in Istrien und war sogar bedeutender als Pula mit seinen mehreren tausend Einwohnern.

Im 16. Jahrhundert herrschten in diesem Gebiet zahlreiche Seuchen wie Pest und Malaria – auch in Dvigrad, weshalb die noch lebenden Bewohner im Jahr 1631 das Dorf verlassen haben. Nur 3 Familien blieben in Dvigrad noch übrig ungefähr im Jahr 1650. Aber spätestens 1714 war der Ort dann komplett verlassen.

 

Mythos

Es gibt einige Mythen um die verlassene Stadt Dvigrad. Eine davon möchte ich euch erzählen:

Der berühmte englische Abenteuerer Sir Henry Morgen (gelebt zwischen 1635-1688) lebte erst als Räuber und kämpfte gegen Spanier, plünderte Panama und wurde dafür in England in Haft genommen. Später wurde er dann begnadigt und geadelt. Sir Henry Morgen soll bei seinen Raubzügen einen sagenhaften Schatz erbeutet und vergraben haben – und zwar in Dvigrad.

 

Heute

Man kann heute die Ruinen der damaligen Stadt besuchen und ansehen (kostenlos, über den Ort Kanfanar). Es stehen heute noch Teile der Stadtmauer, Befestigungstürme und einigen Stadtvillen. Am besten erhalten ist die Burg im Inneren.

Mit ca. 16000 qm ist Dvigrad die größte Ruinenstadt in Istrien. Es sind dort noch heute ca. 200 Häuser (Ruinen) zu sehen. 1997 wurde mit der Sanierung der Stadt angefangen, um diese als Tourismusziel zu etablieren.

Hin und wieder werden dort sogar Filme gedreht wie z.b. „Armour of God“ (Jackie Chan) oder „Der rechte Arm der Götter“.

 

Bilder

 

Wenn ihr mal in diese Gegend kommen solltet – auf jeden Fall besuchen ! Aber seit vorsichtig beim Rumklättern, wir verletzt in dvigradhaben es nicht alle ganz unbeschadet überstanden. :-)

Euer Pauli

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