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Pauli auf dem Reichsparteitagsgelände

Posted by on 6. August 2012

Hallo liebe Freunde,Kongresshalle am Dutzendteich

gestern habe ich das gute Wetter genutzt und habe eine Führung auf dem Reichsparteitagsgelände mitgemacht. Wenn wir schon in Nürnberg sind muss man das ja auch alles kennen. :-)

Der Treffpunkt war im Dokumentationszentrum. Dort bin ich dann mit einer Gruppe mitgegangen und einem Mann, der die Führung gemacht hat und alles erklärt hat.

Angefangen haben wir im Innenhof der Kongresshalle. Diese war eigentlich für die Tagungen der NSDAP gedacht. Geplant wurde diese von Ludwig und Franz Ruff. Fertig gestellt wurde diese aber nicht, der Rohbau wurde von 1937-1939 gebaut. Es sollte eigentlich noch ein freitragendes Dach drauf mit einer Glaskonstruktion, das bei einer gewissen Tageszeit das Licht direkt auf den Führer werfen sollte und er dann größer erscheint. Ob so ein Dach statisch gehalten hätte – darüber diskutieren Architekten und Statiker noch heute. Die Kongresshalle wurde auch direkt neben dem großen Dutzendteich gebaut, damit sich das Gebäude darin spiegelt und es noch größer wirkt.

Kongresshalle

Kongresshalle (2)

Kongresshalle (1)

 

 

 

 

 

Außen um die Halle ist ein großer Durchgang, wo die Leute dann reingehen konnten mit riesigen Türen, die aber nachträglich eingebaut wurden, da diese auch nicht fertiggestellt wurden. Es wurden außen Granitsteine verbaut, dort hat man extra darauf geachtet, daß es farblich richtig angeordnet wird, damit auch das noch größer und besser aussieht.

Kongresshalle (4)

Kongresshalle (3)
Heute wird die Kongresshalle als Lagerort für die Buden vom Christkindlesmarkt genutzt und es war bis vor einigen Jahren die Autoverwahrstelle der Polizei.

 

 

Weiter ging dann die Führung auf die Große Straße. Diese ist direkt auf die Innenstadt und die Kaiserburg hin ausgelegt. Dort wurden 60.000 Granitplatten verlegt im „Schachbrettmuster“.

Danach ging es weiter zum Grundstein des Deutschen Stadions, welches aber nie gebaut wurde. Diese Arena war geplant für 400.000 Zuschauer. 1937 wurde der Grundstein dafür gelegt, aber mehr als der Erdaushub erfolgte nicht. Dieser ist heute der Silbersee, in dem man aber nicht baden darf, da er giftig ist, weil da noch Altlasten von den Bauten damals drin sind und die sind giftig.

Weiter ging dann die Führung am großen Dutzdendteich vorbei zum Zeppelintribüne mit Blick auf dasZeppelintribüne Zeppelinfeld. Das ist die einzige Anlage, die damals wie geplant fertiggestellt wurde. Dort fanden vor dem „Führer“ Adolf Hitler Masseninszenierungen des Reicharbeitsdienstes, der Wehrmacht und der politischen Leiter statt. An den Rändern des Geländers stehen noch heute einige „Häuschen“. Diese dienten damals für die ScheinwerferFlaggen, als Toiletten und dort waren die großen Scheinwerfer befestigt, die im Dunkeln und angeschaltet als Lichtdom faszinierten. Auf der Zeppelintribüne hielt Hitler seine Reden. Als Vorbild dafür diente der antike Pergamonaltar.

 

 

Im Inneren der Zeppelintribüne befindet sich unsere letzte Station auf der Führung: der goldene Saal. Dieser war bis vor kurzem für die Öffentlichkeit gesperrt aus Statischen Gründen. Seit kurzem kann man nun aber hinein und es sich ansehen. Dort steht heute auch eine der Feuerschalen drin. Über diese Räume war angedacht, daß Hitler hinaufschreiten sollte auf seine Kanzel. Der goldene Saal ist bemerkenswerte 335 qm groß und 8 m hoch !!!
Alles war dort an Hitler oder die Nazis erinnert wurde aber weggemacht, so auch Deckenbemalungen mit Hakenkreuzen oder Bauten mit Hakenkreuzen im Außenbereich.

Zeppelintribüne innen

Zeppelintribüne innen (2)

Zeppelintribüne (2)

Goldener Saal (3)

Goldener Saal (2)

 

 

 

 

 

 

Alles in allem sehr interessant, und jeder, der in Nürnberg lebt sollte das auf jeden Fall mal gesehen haben !

Euer Pauli

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