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Pauli war auf dem ersten Plüschifreunde Franken Treffen
Hallo meine lieben Freunde,
es ist zwar schon 3 Wochen her und ich hatte schon lange vor euch davon zu erzählen, aber es kam einfach so viel dazwischen. Aber heute ist es soweit. Ich war nämlich vor 3 Wochen auf dem ersten Plüschifreunde Franken Treffen.
Die Plüschifreunde Franken ist eine Facebook Gruppe mit ganz tollen neuen Freunden ! Wir haben uns am Sonntag Nachmittag (ich war leider etwas spät dran) in einem Cafe in Nürnberg getroffen und ein bißchen geplaudert, Bilder gemacht und Muffins gegessen. Das war wirklich ein tolles Erlebnis.
Nic und ich haben viele neue Freunde gefunden und uns sehr über die vielen plüschigen Teilnehmer gefreut !!!
Vielen Dank für den tollen Nachmittag nochmal an alle, die da waren !!!
Euer Pauli
Pauli über Wohncontainer für Flüchtlinge in Nürnberg
Hallo meine lieben Freunde,
auf meinen Touren in letzter Zeit durch Nürnberg bin ich aus Versehen in eine Seitensstraße an der Regensburger Straße abgebogen, wo ich noch nie gewesen bin. Ein bißchen bin ich dann nach hinten gefahren um zu guggen, was da denn so los ist. Und da habe ich dann ein eingezäuntes Gelände entdeckt, auf dem ganz viele so Container stehen, die man eigentlich als Baucontainer auf Baustellen kennt oder als Frachtcontainer auf großen Schiffen.
Diese Container dort sind alle Türkis und haben Türen und Fenster. Außerdem stehen immer 2 aufeinander und haben dann oben ein Dach drauf. Das sieht aus wie Wohnungen aus Blech. Ich habe mich dann gleich mal informiert, was das dort ist – denn sowas habe ich (in Deutschland) ja noch nie gesehen.
In dieser Container-Anlage leben derzeit ungefähr 150 Flüchtlinge, davon ungefähr ein Drittel Minderjährige ohne Begleitung, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Dort hat die Arbeiterwohlfahrt den „Club 402“ aufgemacht, damit sich die Flüchtlinge dort Treffen können, gemeinsam was unternehmen können oder auch ins Internet können.
In den Containern selbst leben dann die Flüchtlinge – das sind also ihre Wohnungen. Es wohnen immer 2-3 Menschen zusammen in 1 Container. 5 oder mehr Leute müssen sich ein Badezimmer und eine Küche teilen.
Ich habe bei meiner Recherche auch etwas kritisches gelesen. Auf www.fluechtlingsrat-bayern.de wird geschrieben:
Die Ausländerbehörde ist in etwa 13 Stationen von dem Lager entfernt. Die Fahrtkosten dorthin müssen die BewohnerInnen selbst von ihrem Taschengeld bezahlen. Flüchtlinge berichten, dass ihnen für eine Dauer von fünf Monaten das Taschengeld verwehrt wurde. Zitat einer Bewohnerin auf die Frage, wie sie sich fühle, in dem Lager zu wohnen: „I feel rejected, neglected, punished, etc. cant explain.“
Hier habe ich noch ein paar Bilder für euch davon geschossen:
Was haltet ihr von solchen Unterkünften oder generell über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland ? Hattet ihr selbst schon irgendwie Berührung mit sowas ?
Euer Pauli
Paulis Lost Place: Wasserschloss Oberbürg
Hallo meine lieben Freunde,
am Wochenende war ich mal wieder unterwegs bei dem schönen Wetter und habe wieder einige interessante Orte besucht. Diesmal war ich im Wasserschloss Oberbürg in Lauf am Holz.
Entstehung
Das Oberbürg ist vermutlich im 15. Jahrhundert entstanden als Wasserschloss in einer Weiheranlage. Bis ins Jahr 1539 stand das Schloss im Besitz der Familie Groland. Danach wurde der Herrensitz verkauft an Hans Buchner, dem zeitweise auch die Burg Hartenstein und der Sitz Rückersdorf gehörte.
Bereits im Jahr 1542 gab Hans Buchner die Oberbürg auch schon wieder ab an den Kaufmann Bonaventura von Furtenbach. Nur ein Jahr später fand erneut ein Beisitzerwechsel statt und das Schloss wurde an Jörg Rayger verkauft. Dieser führte einige Prozesse mit der Reichsstadt bzgl. Umbaumaßnahmen der Anlage, weshalb es heute sogar noch eine Skizze aus dieser Zeit gibt. (Bildquelle: www.herrensitze.de)
Rayger konnte wegen offener Forderungen das Wasserschloss nicht halten und es wurde zurück gepfändet an Bonaventura von Furtenbach, der diese dann direkt an den Besitzer des Hammerwerks, Dr. jur. Georg Kanler, verkaufte. Dieser hatte erneut einige bauliche Maßnahmen durchgeführt, konnte aber auch die Oberbürg finanziell nicht halten. Die Oberbürg wurde 1581 geteilt – eine Hälfte erwarb Wolff Ehinger, die andere Hälfte ging an die Reichstadt, die dann ebenfalls an Wolff Ehinger verkaufte.
Im Jahr 1592 landete der Sitz dann wieder bei Familie Kanler. So ging das dann auch weiter in den nächsten Jahrhunderten (wer es genau wissen möchte: Herrensitze/Oberbürg). 1693 brach dann für das Schloss eine sehr gute Zeit an mit Margaretha Susanna, die mit Matthias Julius Eberhard Graf von Polheim verheiratet war. Die Gräfin machte die Oberbürg zu einem angesehenen Treffpunkt des Adels. Kurz vor ihrem Tod 1721 verkaufte Gräfin Margaretha Susanna das Wasserschloss, worauf wieder ein Wechsel der Eigentümer anfing.
1927 übernahm Dr. jur. Friedrich Freiherr Leuckart von Weißdorf die Oberbürg, welche in der Nacht vom 28. auf den 29. August 1943 durch einen Bombenabwurf im 2. Weltkrieg zerstört wurde.
Nachkrieg
Das Wasserschloss Oberbürg war eine der prachtvollsten Schlösse in der Region, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Ende der 50er Jahre ging das Schloss an die Energie- und Wasserversorgung AG Stadt Nürnberg, da dieses Gebiet in die Trinkwasserschutzzone integriert werden sollte.
1966 wurde dann (leider) einige Teile des Schlosses abgerissen.
Heute
Heute kann man auf dem Gebiet noch die Wehrmauer, Toranlagen und einige Teile der Rundtürme bewundern. Der alte Ziehbrunnen steht heute vor dem Vestnertor der Burg. Leider wird sich wohl um die Ruine nicht mehr viel gekümmert, daher ist das einzig so tolle Wasserschloss Oberbürg sehr eingewachsen und teilweise mit Graffiti beschmiert.
Schaut doch da auch mal vorbei. Es ist immer wieder sehr interessant zu sehen, wie es im Mittelalter hier so ausgesehen hat. Und was heute aus diesen Plätzen so geworden ist.
Euer Pauli
Paulis Lost Place: Alter Rangierbahnhof Nürnberg Süd
Hallo meine lieben Freunde und Besucher,
am Wochenende war ich mal wieder in Nürnberg unterwegs um tolle und coole Plätze und Lost Places zu finden. Diesmal hat mich mein Weg an den alten Rangierbahnhof in Nürnberg Süd gebracht. Von dem hatte ich schon öfter gehört und Bilder im Internet gesehen. Jetzt wollte ich mich mal da genauer umschauen.
Geschichte
Ende des 19. Jahrhundert steigen die Mengen an Gütern, die per Zug transportiert wurden enorm an. Bis 1847 wurden alle Güter noch über den Hauptbahnhof Nürnberg (Centralbahnhof) befördert. 1898 wurde dann der Rangierbahnhof geplant, der sich an Edge Hill in der Nähe von Liverpool und der Dresdner-Friedrichstadt orientierte.
Zur Eröffnung des Rangierbahnhofs Süd gab es dort 6 Einfahrgleise, 2 Umfahrgleise und ein Ausziehgleis. Nach Süden gingen insgesamt 19 Gleise, nach Norden gab es 22 Gleise. Und daneben gab es dann noch 10 weitere Gleise, die zeitweise für überflüssige Wägen genutzt werden konnten.
Neben dem Gleisbau wurden dort noch einige Gebäude erreichtet: Betriebswerk, Werkstatt für 6 Loks und 16 Wägen in 2 Hallen, ein E-Werk und ein Tiefbrunnen mit Wasserturm, der als Wahrzeichen des Rangierbahnhofs galt.
Zwischen 1983 und 1988 wurde der Bahnhof dann umfassend modernisiert.
Ist-Zustand
Inzwischen stehen die alten Gebäude leer und verfallen langsam. Einige der alten Gleise wurden entfernt, es sind nur noch die Gleisbette, die man sieht und die die alten Zugwege erahnen lassen.
Bis vor 1-2 Jahren konnte man noch ungehindert dort hin und sich die alten Gebäude – teilweise mit Graffiti beschmiert – ansehen. Heute ist das leider nicht mehr (so einfach) möglich. Die meisten Zugänge sind durch Zäune und Verbotsschilder zugemacht worden. Wir haben aber noch einen Zugang gefunden, der frei war. Allerdings sind wir nicht bis ganz zu den Gebäuden gekommen, weil nun auch dort Verbotsschilder stehen.
Bilder
Habt ihr vielleicht noch die ein oder andere Geschichte zum alten Rangierbahnhof ?
Euer Pauli
Paulis Lost Place: das Geisterhaus in Nürnberg
Guten Morgen meine lieben Freunde,
am Wochenende war ich mal wieder auf Tour durch Nürnberg, um schöne oder interessante Plätze zu finden, die ich euch dann zeigen kann. Schon lange habe ich von dem „Geisterhaus“ in Nürnberg gehört. Ich bin auch schon ein paar mal an der Hauptstraße vorbei gefahren, hab es aber noch nie geschafft mal da anzuhalten und richtig zu guggn.
Aber hier erstmal die Geschichte dazu:
Um 1950 herum wurden in Nürnberg Mögeldorf die beiden Doppelhaushälften gebaut. Kurz darauf bezog ein Ehepaar die rechte Seite der Häuser. Das Paar war viel auf Weltreisen und brauchten von dort immer wieder alle möglichen Raritäten mit. Dabei sammelten sich im Laufe der Zeit etwa 150 Ikonen und Ölgemälde aus dem 19 Jahrhundert an, außerdem auch zahlreiche Orientteppich, antike Schränke und Stofftiere, Lüster und zahlreiche Kreuze.
Diese Sammelleidenschaft zeigte sich aber nicht nur im Inneren des Hauses, sondern auch außen. So zierten richtig viele Kreuze und Statuen den Garten des Ehepaares und ein hoher Zaun umgab das Grundstück.
Nach dem Tod des Paares wurden im Mai 2008 die ganzen „Schätze“ versteigert. Dort kamen ungefähr 300 Leute aus ganz Deutschland und gaben insgesamt um die 20.000 € aus. Danach wurde die Doppelhaushälfte von einem Makler erfolgreich verkauft und daraufhin entkernt. Dann geschah wieder nichts mehr. 2010 kauften dann 2 Bauherren das Haus und haben im Dezember 2010 die Baugenehmigung für den Abriss erhalten. Geplant war, daß ein Mehrfamilienhaus mit 5 Wohnung dort hingebaut werden sollte. Einer der Investoren ist übrigens der Besitzer der angrenzenden Doppelhaushälfte, der selbst bis 2010 dort gewohnt hat und oft Kontakt mit dem Ehepaar hatte.
Bisher ist mit dem Abriss und einem Neubau aber nichts passiert. Ich war am Samstag da und das baufällige Haus steht immer noch. Nur ein Baustellen-Zaun steht davor, aber gearbeitet wird da noch nichts. Auch bei meiner Recherche im Internet habe ich keinen aktuellen Stand dazu gefunden. Wir dürfen also gespannt bleiben, was damit nun passieren wird. Die Doppelhaushälfte daneben scheint auf jeden Fall schon renoviert zu sein. Zumindest sah sie so aus.
Und wenn ihr noch Bilder aus früheren Zeiten sehen wollte, dann könnt ihr bei Rafa noch ein paar Bilder von Früher sehen.
Euer Pauli



































