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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: verlassene Herrenhäuser, Disco Paradies & alte Hotels

Hallo meine lieben Freunde,

weiter geht es mit meinem Bericht aus unserem coolen Urlaub in Kroatien. Heute möchte ich euch weitere Lost Places zeigen, die wir auf unseren Touren gefunden haben.

altes Herrenhaus

Mitten im Nirgendwo an der Nord-Westlichen Ecke von Istrien bei Savudrija haben wir auf einer Nebenstraße ein altes Herrenhaus gefunden. Zur Geschichte dieses Hauses konnte ich leider nichts finden und es war auch nichts beschrieben. Ich denke aber, daß das bestimmt aus dem 19. Jahrhundert ist. Man sieht dem Haus an, daß es dem Verfall ausgeliefert ist. Im Inneren mussten die Decken bereits gestützt werden. Aber seht auf den Bildern selbst, wie faszinieren es dort war.

verlassenes Haus

In der Nähe von Antenal steht in einer kleinen Bucht ein verlassenes Haus. Es sind noch Reste der Grundstücksmauern da, sowie das komplette Haus – allerdings ohne Dach – steht noch. Im Inneren des Hauses wächst inzwischen ein Feigenbaum, der sich den Weg durch die Ruine sucht. An der Seite zur Felswand hin stehen auch noch Überreste eines Nebengebäudes. Leider ist auch hier nichts über die Geschichte rauszufinden.

 

Disco Paradies

Ein Stückchen unterhalb von Vrsar gibt es eine wunderschöne Aussichtsplattform auf den Limski Kanal. Die Aussicht ist dort wirklich toll. Was man dort aber auch finden kann sind die Ruine der alten Disco Paradies sowie einigen Nebengebäuden wir Bars und Sanitäre Anlagen.
Die Disco gehört zum Ort Vrsar und war damals eine der größten Discos in der Umgebung. Dort traten oft Bands auf. Die Anlage ist seit bereits 2001/2002 rum geschlossen.

 

Hotel Beograd

In der Nähe von Umag steht direkt am Strand das verlassene Hotel Beograd (Belgrad). Vor dem Krieg in Kroatien war dieses Hotel an diesem Platz das erste. Inzwischen gibt es zahlreiche große Hotels in unmittelbarer Nähe. Nach dem “Bruderkrieg” wurden dort noch Flüchtlinge untergebracht. Aber danach wurde aufgrund von nicht geklärten Eigentumsverhältnissen dort nichts mehr gemacht. Es gibt das Gerücht, daß das Hotel noch im Besitz von Serbien sei. Heute ist das verlassene Hotel Beograd verwahrlost und von Sperrzäunen umgeben.

 

Restaurant Dvorac

Nicht weit weg vom Hotel Beograd in der Nähe von Umag liegt das verlassene Restaurant Dvorac direkt am Straßenrand. Leider konnte ich über die genaue Geschichte des Lokals nicht viel erfahren. Man sagt sich aber, daß dort wohl mal ein Mord passiert sein soll. :-)

 

Das waren meine Lost Places rund um Istrien, die ich so bei meinen Ausflügen gesehen habe. Aber das war noch lange nicht alles von meinem Urlaubsbericht. Es geht bald weiter und ich freue mich, wenn ihr mich dann wieder hier besucht. :-)

Euer Pauli

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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Pietra Pelosa Castle

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch über einen Geheimtipp aus meinem Urlaub berichten. Die Recherche zu diesem Lost Place in Istrien war gar nicht so einfach, der ist nämlich sehr unbekannt. Aber für euch hab ich doch noch ein paar Infos bekommen. :-)

 

Geschichte

Die Pietra Pelosa Castle ist eine Schlossruine im Inland von Istrien in Kroatien zwischen Zonti und Zrenj. Sie ist eine der am besten erhaltenen Burgen in Istrien. Der Name “Pietrapelosa” kommt aus dem Italienischen und heißt so viel wie “haariger Stein” aufgrund des Mooses, das an den Wänden des Schlosses gewachsen ist.

Erstmals erwähnt wird das Schloss im Jahr 965 nach Christus in einer Urkunde zur Schenkung von Rodaold – ein Patriarch – an das Bistum Porec. Im 13. Jahrhundert ging das Anwesen dann an eine Familie von deutschen Rittern, die den Namen “de Pietrapelosa” angenommen haben. 1421 eroberte ein venezianischer Befehlshaben die Burg. Der venezianische “Rat der Zehn” übergibt das Schloss im Jahr 1440 an den Edelamnn Nicoló Gravisi, der dann den Titel Marquis Pietrapelosa annahm. Er hat das Schloss als Sommerresidenz renoviert.
1635 hat ein Feuer das Innere des Schlosses zerstört, dennoch wurde es aber bis in das 18. Jahrhundert bewohnt. Neben dem Kastell befand sich eine kleine Kirche der heiligen Maria Magdalena.

 

Heute

Die Schloss-Ruine ist heute über eine 1-Spurige geteerte Straße auf einem Berg in 119 Metern Höhe zu erreichen. Wichtig ist aber zu erwähnen, daß dies die einzige Straße hoch und runter ist und dort bei allen Fahrkünsten nur 1 Auto Platz hat !
Aktuell wird die Burg restauriert, man kann aber Teile davon besichtigen. Sehr gut erhalten ist ein ganzes Haus mit allen Mauern sowie einige der Mauern des Haupthauses.
Witzig ist, daß auch die Latrine (also das damalige WC) noch komplett erhalten ist. *hihi* Die hatten da damals keine Tür und auch kein Dach sondern nur ein Loch, daß den Berg runter geht. :-)

 

Bilder

 

Dieser Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Er steht allerdings in keinem Reiseführer ! Deswegen ist das ein totaler Geheimtipp !

Euer Pauli


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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Dvigrad in Kroatien

Hallo meine lieben Freund und Besucher,

es geht weiter mit meinem Urlaubsbericht aus Kroatien. Vielleicht haben einige von euch schon von der verlassenen Stadt Dvigrad im Inland von Istrien gehört. Diese ist auch in einigen Reiseführern aufgeführt. Natürlich waren auch wir dort gewesen und haben uns diese Mittelalterliche Geisterstadt einmal angesehen.

 

Geschichte

In der Antike wurde das Gebiet Dvigrad (Zweiburg) von den Illyrer besiedelt. Im Frühmittelalter wurden dann direkt nebeneinander die zwei Burgfestungen Parentino und Moncastello gebaut. Diese bewachten den durch die Schlucht nach Pazin verlaufenden Handelsweg. Im Jahr 1345 wurde das Dorf vom Genueser Admiral Paganin Doria geplündert während des Krieges zwischen Genua und Venedig. Die Burg Parentino wurde im Jahr 1381 komplett zerstört von den Venezianern.

Auf dem höchsten Hügel in der Region Dvigrad stand eine Sofienkapelle – die Pfarrkirche von Kanfanar. Im Jahr 1615 wurde die Stadt schwer beschädigt während des Krieges, konnte aber wieder aufgebaut werden.

Dvigrad war eine der bedeutensten mittelalterlichen Städte in Istrien und war sogar bedeutender als Pula mit seinen mehreren tausend Einwohnern.

Im 16. Jahrhundert herrschten in diesem Gebiet zahlreiche Seuchen wie Pest und Malaria – auch in Dvigrad, weshalb die noch lebenden Bewohner im Jahr 1631 das Dorf verlassen haben. Nur 3 Familien blieben in Dvigrad noch übrig ungefähr im Jahr 1650. Aber spätestens 1714 war der Ort dann komplett verlassen.

 

Mythos

Es gibt einige Mythen um die verlassene Stadt Dvigrad. Eine davon möchte ich euch erzählen:

Der berühmte englische Abenteuerer Sir Henry Morgen (gelebt zwischen 1635-1688) lebte erst als Räuber und kämpfte gegen Spanier, plünderte Panama und wurde dafür in England in Haft genommen. Später wurde er dann begnadigt und geadelt. Sir Henry Morgen soll bei seinen Raubzügen einen sagenhaften Schatz erbeutet und vergraben haben – und zwar in Dvigrad.

 

Heute

Man kann heute die Ruinen der damaligen Stadt besuchen und ansehen (kostenlos, über den Ort Kanfanar). Es stehen heute noch Teile der Stadtmauer, Befestigungstürme und einigen Stadtvillen. Am besten erhalten ist die Burg im Inneren.

Mit ca. 16000 qm ist Dvigrad die größte Ruinenstadt in Istrien. Es sind dort noch heute ca. 200 Häuser (Ruinen) zu sehen. 1997 wurde mit der Sanierung der Stadt angefangen, um diese als Tourismusziel zu etablieren.

Hin und wieder werden dort sogar Filme gedreht wie z.b. “Armour of God” (Jackie Chan) oder “Der rechte Arm der Götter”.

 

Bilder

 

Wenn ihr mal in diese Gegend kommen solltet – auf jeden Fall besuchen ! Aber seit vorsichtig beim Rumklättern, wir verletzt in dvigradhaben es nicht alle ganz unbeschadet überstanden. :-)

Euer Pauli

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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Mt. Grosso Fortress

Hallo meine lieben Freunde,

in meinem Istrien / Kroatien Urlaub habe ich auch das verlassene Mt. Grosso Fortress besucht. Dies liegt oberhalb von Pula auf einem Hügel. Von unten ist es überhaupt nicht zu sehen und man muss ungefähr 1 Kilometer hoch laufen. Aber wenn man mal oben hat, da sieht man einen wirklich total tollen Lost Place.

 

Geschichte

In der Zeit der Römer ist diese Region – auf der die Anlage steht – Stinjan das erste Mal erwähnt worden. Die Römer haben das Land für Landwirtschaft genutzt. In der Zeit hieß das Dorf dort Astinianum. Nach dem Römischen Imperium übernahm erst das Büzantinische Reich das Land, im 13. Jahrhundert dann Venedig. Am Ende des 18. Jahrhunderts ging es dann an Napoleon und am Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm dann Wien die Regierung.

Die österreichisch-ungarische Regierung erkannte die Region von Pula in dieser Zeit für den Ausbau von Kriegshäfen. Die Landschaft um Pula wuchs schnell an und es wurden auf den Hügeln Befestigungen für den Schutz vor Angriffen errichtet.

Auch auf den Hügeln in der Region Stinjan wurden Befestigungsanlagen aufgebaut, die teilweise heute noch gut erhalten sind. In dieser Zeit wurde auch das größte Bauwerk im Mittelmeer gebaut – ein Seewall in der Bucht von Stinjan.

Als die österreichisch-ungarische Monarchie 1918 zusammen brach ging die Regierung dieses Gebiets an Italien, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges dort regierten. In dieser Zeit wurde an der Stinjanischen Küste eine Hydrobasis errichtet, die im 2. Weltkrieg allerdings durch Bombenangriffe zerstört wurden.

Nach der Kapitulation der Italiener im 2. Weltkrieg wurde das Land um Pula und Istrien an England abgegeben, die die Regierung 1947 an Jugoslawien abgegeben haben, die dort bis 1990 waren.

 

Heute

Inzwischen ist das Gebiet – militärischen Zone – gewichen und wurde für den Tourismus freigegeben. Auf einem Hügel vor Stinjan – auf dem Mount Grosso – liegt noch diese alte Wehranlage, die inzwischen mehr einer Ruine gleicht.

Die Ruine wurde geschätzt Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und viel bestimmt auch Angriffen aus dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Trotzdem ist noch recht viel erhalten. Ein Besuch lohnt sich dort auf jeden Fall.

 

Bilder

 

Ich hoffe, dieser Lost Place hat euch gefallen. Ich war wirklich fasziniert von dieser Wehranlage und finde es gut, daß sowas noch nicht abgerissen wurde und man dies anschauen kann.

Euer Pauli


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Paulis Lost Place: Monteith Barracks

Hallo meine lieben Freunde,

ich habe diesmal wieder das Wochenende genutzt und bin ein bißchen durch die Gegend gecrust. Dabei habe ich einen neuen Lost Place gefunden in Fürth nähe dem alten Flugplatz Fürth-Atzenhof dort. Da stehen die Monteith Barracks. In diese möchte ich euch heute vorstellen und euch meine Bilder dazu zeigen.

Entstehung

Die Monteith Barracks sind nach dem 2. Weltkrieg von den US-Truppen besetzt worden, die dort eine Kaserne errichteten und ihr den Namen “Monteith Barracks” gaben. Davor hieß das Gelände “Army Air Force Station Fürth” und dann auch noch “Fürth Air Base, Germany“.

Der Name Monteith kam von dem First Lieutenant Jimmie Monteith, der für seinen Mut im 2. Weltkrieg ausgezeichnet wurde. Er verstarb am 1. Tag des D-Day in der Nähe von Colleville-sur-Mer.

 

Nutzung durch die US-Armee

Die Amerikaner übernahmen nach Kriegsende das Gelände des Flugplatzes. Die dort bestehenden Gebäude wurden gereinigt. Zuerst nutzte die US-Airforce den Platz und vernichteten dort viele Flugzeuge, die nicht mehr gebraucht wurden nach dem Krieg. Die Amerikaner erbauten auf dem Gelände eine feste Startbahn aus Beton, die während der Nürnberger Prozesse als Hauptflugplatz gedient hat. Ansonsten landeten und starteten dort hauptsächlich militärische Transportflugzeuge.

Über die Jahre hinweg waren dann an den Monteith Barracks zahlreiche US-Einheiten stationiert wie 4. US Armored Division (eine Panzerdivision), 504th Aviation Battailon, 67th und 37th Armor Battailon, 123th und 126th Mountain Battailon, DISCOM der1. Armored Division und noch einige mehr.

Am 26.11.1957 gab es einen Großbrand in der Kaserne, bei dem ein Tanklager in Flammen aufging. Im Jahr 1985 wurde dann eine weitere Einfahrt zum Gelände von der Hafenstraße aus gebaut, damit die Anwohner dort weniger belästigt wurden.

Im Jahr 1993 verließ die US-Armee dann die Kaserne in Fürth. Am 15. September in diesem Jahr wurde die Flagge das letzte mal gehisst. In einer kleinen Feier wurde das Gelände durch den Kommandeur Lt. Col. James Ishmael an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.

 

Heute

Nach der Übergabe lag das Gelände erstmal brach, nur ein paar Künstler und Bands haben den Ort ein paar Mal für Events gemietet. Inzwischen sind dort – es heißt heute übrigens “Golfpark”, da ist auch eine Golfanlage drauf – Firmen angesiedelt. Außerdem gibt es dort jetzt den “Solarwall”, den “Sprehe Horsepark” und sogar ein Filmstudio ist jetzt dort. Einige der alten Kasernengebäude werden auch saniert und sollen dann ein Wohngebiet werden.

Ich war gestern auf dem Gelände gewesen. Ein paar Kasernengebäude stehen noch, allerdings kann man dort nicht rein. Die Fenster sind mit Holzplatten zugenagelt, Kellerschächte und Kellertreppen wurden zugeschüttet mit Kies. An einem langen Verbindungsgang waren 2 Wappen an der Wand. Leider konnte ich die nicht mit der Kamera einfangen, weil die zu weit weg waren (ein Zaun hat mich aufgehalten). Aber seht einfach selbst, was ich dort alles vorgefunden habe.

 

Bilder vom 18.08.2013

 

Ich bin gespannt, welche Plätze ich noch so in unserer Gegend finden werde. :-)

Euer Pauli

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