Lost Places
Paulis Lost Place: Volksbad Nürnberg
Hallo meine lieben Freunde,
heute habe ich mal wieder einen regionalen Lost Place für euch: das Volksbad in Nürnberg. Ich war für euch da und habe die Geschichte des Bades und viele Bilder für euch mitgebracht.
Entstehung
In Nürnberg gab es lange Zeit nur Flussbadeanstalten, wo sich die Bürger waschen konnten. Damals war es noch nicht üblich, daß es in den Wohnungen eigene Badezimmer gab. Deshalb wurde das Volksbad in Nürnberg in den Jahren 1911-1913 gebaut auf dem Platz des alten Gaswerks in Gostenhof. In der Anlage befanden sich 3 Schwimmbecken, die aus Eisenbeton hergestellt und auf Pfeilern gelagert werden (so konnten Reparaturen leichter durch den Keller durchgeführt werden). Es wurden Einzel- und auch Sammelumkleiden untergebracht. Außerdem befanden sich in der Anlage noch Wannenbäder für die Reinigung der Bürger, da es ja keine Badezimmer gab, und Hundebäder, sowie Saunen.
Im 2. Weltkrieg wurden große Teile des Volksbades zerstört. Der Wiederaufbau hat einiges an Zeit und rund 270.000 damalige Mark gekostet.
Wer es ganz genau wissen möchte und weitere Zahlen und Fakten zum Volksbad haben möchte, kann das bei Geschichtsspuren.de nachlesen.
Heute
Das Schwimmbad wurde Ende der 80er Jahre nochmal für rund 1 Millionen DM renoviert und umgebaut. Doch dies verhinderte nicht, daß das Volksbad letztendlich 1994 seine Tore schließen musste. Seit dem wird versucht ein Käufer oder Investor zu finden, der aus dem Gebäude noch etwas machen kann. Eine weitere Nutzung als Nassanstalt ist allerdings wohl nicht mehr möglich.
Seit dem letzten Jahr wird das Gebäude auch nicht mehr beheizt, was auf lange Sicht gesehen wahrscheinlich den Verfall des Volksbades bedeuten wird, zumal sehr viel Nässe in den Gemäuern ist.
Bilder
- Umkleidekabinen Damen
- Brausebäder
- Damenschwimmbad
- Ruheraum
- kleines Schwimmbecken
- Kleines Becken
- Durchgang kleines Becken
- Zum Schwimmbecken
- Aufzug
- Damenschwimmbad
- Duschen
- Schliessfachschlösser
- kleines Becken
- Spinte
- Eingangshalle
- Schild
- Umnkleiden Herren
- Tauchbecken
- Barfußtreppe
- Preistafel
- Damenschwimmbad
- Brausebäder
- Männerschwimmbad
- Schild
- Handtuchausgabe
Ich hoffe, euch hat die kurze Einführung zur Geschichte des Volksbades Nürnberg gefallen und die Bilder konnten euch einen guten Einblick dazu geben. Ich hoffe, daß das Volksbad nicht verfällt und man sich weiterhin um dieses Geschichtsträchtige Bauwerk kümmert !
Euer Pauli
Paulis Lost Place Urlaubsbericht: alter Bunker bei Premantura
Hallo meine lieben Freunde,
heute möchte ich euch nochmal einen Lost Place aus meinem Kroatien Urlaub vorstellen, den ich wirklich ganz klasse fand.
In dem kleinen Ort Premantura direkt am Meer zwischen Pula und Medulin am Kap Kamenjak hat es uns an einem der Nachmittag in unserem Urlaub verschlagen. Nach dem Besuch in Pula, bei dem wir schon einiges gesehen haben, wollten wir nun noch in Premantura etwas erleben – was wir dann auch haben.
Der Weg hat uns weg vom Strand an einer Paintball Anlage vorbei geführt in den Wald. Ein paar Meter weiter und einmal um die Ecke gebogen hat sich dann der nächste Lost Place für uns versteckt. Dort stehen Trümmer einer riesigen Bunkeranlage ! Zur Geschichte dieser Ruine konnten wir leider nichts in Erfahrung bringen. Auch meine Recherchen im Internet haben leider nichts ergeben.
Wenn man auf den kaputten Mauern rum turnt kann man sehen, daß es unterhalb des Erdgeschosses noch mindestens 2 Stockwerke unterirdisch geben muss. Da konnte man aber leider – ohne sich sehr zu gefährden – leider nicht hin. Deswegen haben wir uns an die Bunkertrümmer oberirdisch gehalten.
Wir vermuten, daß der Bunker aus Kriegszeiten stammt – vielleicht sogar noch aus dem 2. Weltkrieg. Aber seht euch die Bilder einfach an.
Vielleicht kommt ihr ja auch mal in die Gegend, dann empfehle ich euch auf jeden Fall einen Besuch dort !
Euer Pauli
Paulis Lost Place Urlaubsbericht: verlassene Herrenhäuser, Disco Paradies & alte Hotels
Hallo meine lieben Freunde,
weiter geht es mit meinem Bericht aus unserem coolen Urlaub in Kroatien. Heute möchte ich euch weitere Lost Places zeigen, die wir auf unseren Touren gefunden haben.
altes Herrenhaus
Mitten im Nirgendwo an der Nord-Westlichen Ecke von Istrien bei Savudrija haben wir auf einer Nebenstraße ein altes Herrenhaus gefunden. Zur Geschichte dieses Hauses konnte ich leider nichts finden und es war auch nichts beschrieben. Ich denke aber, daß das bestimmt aus dem 19. Jahrhundert ist. Man sieht dem Haus an, daß es dem Verfall ausgeliefert ist. Im Inneren mussten die Decken bereits gestützt werden. Aber seht auf den Bildern selbst, wie faszinieren es dort war.
verlassenes Haus
In der Nähe von Antenal steht in einer kleinen Bucht ein verlassenes Haus. Es sind noch Reste der Grundstücksmauern da, sowie das komplette Haus – allerdings ohne Dach – steht noch. Im Inneren des Hauses wächst inzwischen ein Feigenbaum, der sich den Weg durch die Ruine sucht. An der Seite zur Felswand hin stehen auch noch Überreste eines Nebengebäudes. Leider ist auch hier nichts über die Geschichte rauszufinden.
Disco Paradies
Ein Stückchen unterhalb von Vrsar gibt es eine wunderschöne Aussichtsplattform auf den Limski Kanal. Die Aussicht ist dort wirklich toll. Was man dort aber auch finden kann sind die Ruine der alten Disco Paradies sowie einigen Nebengebäuden wir Bars und Sanitäre Anlagen.
Die Disco gehört zum Ort Vrsar und war damals eine der größten Discos in der Umgebung. Dort traten oft Bands auf. Die Anlage ist seit bereits 2001/2002 rum geschlossen.
Hotel Beograd
In der Nähe von Umag steht direkt am Strand das verlassene Hotel Beograd (Belgrad). Vor dem Krieg in Kroatien war dieses Hotel an diesem Platz das erste. Inzwischen gibt es zahlreiche große Hotels in unmittelbarer Nähe. Nach dem “Bruderkrieg” wurden dort noch Flüchtlinge untergebracht. Aber danach wurde aufgrund von nicht geklärten Eigentumsverhältnissen dort nichts mehr gemacht. Es gibt das Gerücht, daß das Hotel noch im Besitz von Serbien sei. Heute ist das verlassene Hotel Beograd verwahrlost und von Sperrzäunen umgeben.
Restaurant Dvorac
Nicht weit weg vom Hotel Beograd in der Nähe von Umag liegt das verlassene Restaurant Dvorac direkt am Straßenrand. Leider konnte ich über die genaue Geschichte des Lokals nicht viel erfahren. Man sagt sich aber, daß dort wohl mal ein Mord passiert sein soll. :-)
Das waren meine Lost Places rund um Istrien, die ich so bei meinen Ausflügen gesehen habe. Aber das war noch lange nicht alles von meinem Urlaubsbericht. Es geht bald weiter und ich freue mich, wenn ihr mich dann wieder hier besucht. :-)
Euer Pauli
Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Pietra Pelosa Castle
Hallo liebe Leser,
heute möchte ich euch über einen Geheimtipp aus meinem Urlaub berichten. Die Recherche zu diesem Lost Place in Istrien war gar nicht so einfach, der ist nämlich sehr unbekannt. Aber für euch hab ich doch noch ein paar Infos bekommen. :-)
Geschichte
Die Pietra Pelosa Castle ist eine Schlossruine im Inland von Istrien in Kroatien zwischen Zonti und Zrenj. Sie ist eine der am besten erhaltenen Burgen in Istrien. Der Name “Pietrapelosa” kommt aus dem Italienischen und heißt so viel wie “haariger Stein” aufgrund des Mooses, das an den Wänden des Schlosses gewachsen ist.
Erstmals erwähnt wird das Schloss im Jahr 965 nach Christus in einer Urkunde zur Schenkung von Rodaold – ein Patriarch – an das Bistum Porec. Im 13. Jahrhundert ging das Anwesen dann an eine Familie von deutschen Rittern, die den Namen “de Pietrapelosa” angenommen haben. 1421 eroberte ein venezianischer Befehlshaben die Burg. Der venezianische “Rat der Zehn” übergibt das Schloss im Jahr 1440 an den Edelamnn Nicoló Gravisi, der dann den Titel Marquis Pietrapelosa annahm. Er hat das Schloss als Sommerresidenz renoviert.
1635 hat ein Feuer das Innere des Schlosses zerstört, dennoch wurde es aber bis in das 18. Jahrhundert bewohnt. Neben dem Kastell befand sich eine kleine Kirche der heiligen Maria Magdalena.
Heute
Die Schloss-Ruine ist heute über eine 1-Spurige geteerte Straße auf einem Berg in 119 Metern Höhe zu erreichen. Wichtig ist aber zu erwähnen, daß dies die einzige Straße hoch und runter ist und dort bei allen Fahrkünsten nur 1 Auto Platz hat !
Aktuell wird die Burg restauriert, man kann aber Teile davon besichtigen. Sehr gut erhalten ist ein ganzes Haus mit allen Mauern sowie einige der Mauern des Haupthauses.
Witzig ist, daß auch die Latrine (also das damalige WC) noch komplett erhalten ist. *hihi* Die hatten da damals keine Tür und auch kein Dach sondern nur ein Loch, daß den Berg runter geht. :-)
Bilder
Dieser Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Er steht allerdings in keinem Reiseführer ! Deswegen ist das ein totaler Geheimtipp !
Euer Pauli
Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Dvigrad in Kroatien
Hallo meine lieben Freund und Besucher,
es geht weiter mit meinem Urlaubsbericht aus Kroatien. Vielleicht haben einige von euch schon von der verlassenen Stadt Dvigrad im Inland von Istrien gehört. Diese ist auch in einigen Reiseführern aufgeführt. Natürlich waren auch wir dort gewesen und haben uns diese Mittelalterliche Geisterstadt einmal angesehen.
Geschichte
In der Antike wurde das Gebiet Dvigrad (Zweiburg) von den Illyrer besiedelt. Im Frühmittelalter wurden dann direkt nebeneinander die zwei Burgfestungen Parentino und Moncastello gebaut. Diese bewachten den durch die Schlucht nach Pazin verlaufenden Handelsweg. Im Jahr 1345 wurde das Dorf vom Genueser Admiral Paganin Doria geplündert während des Krieges zwischen Genua und Venedig. Die Burg Parentino wurde im Jahr 1381 komplett zerstört von den Venezianern.
Auf dem höchsten Hügel in der Region Dvigrad stand eine Sofienkapelle – die Pfarrkirche von Kanfanar. Im Jahr 1615 wurde die Stadt schwer beschädigt während des Krieges, konnte aber wieder aufgebaut werden.
Dvigrad war eine der bedeutensten mittelalterlichen Städte in Istrien und war sogar bedeutender als Pula mit seinen mehreren tausend Einwohnern.
Im 16. Jahrhundert herrschten in diesem Gebiet zahlreiche Seuchen wie Pest und Malaria – auch in Dvigrad, weshalb die noch lebenden Bewohner im Jahr 1631 das Dorf verlassen haben. Nur 3 Familien blieben in Dvigrad noch übrig ungefähr im Jahr 1650. Aber spätestens 1714 war der Ort dann komplett verlassen.
Mythos
Es gibt einige Mythen um die verlassene Stadt Dvigrad. Eine davon möchte ich euch erzählen:
Der berühmte englische Abenteuerer Sir Henry Morgen (gelebt zwischen 1635-1688) lebte erst als Räuber und kämpfte gegen Spanier, plünderte Panama und wurde dafür in England in Haft genommen. Später wurde er dann begnadigt und geadelt. Sir Henry Morgen soll bei seinen Raubzügen einen sagenhaften Schatz erbeutet und vergraben haben – und zwar in Dvigrad.
Heute
Man kann heute die Ruinen der damaligen Stadt besuchen und ansehen (kostenlos, über den Ort Kanfanar). Es stehen heute noch Teile der Stadtmauer, Befestigungstürme und einigen Stadtvillen. Am besten erhalten ist die Burg im Inneren.
Mit ca. 16000 qm ist Dvigrad die größte Ruinenstadt in Istrien. Es sind dort noch heute ca. 200 Häuser (Ruinen) zu sehen. 1997 wurde mit der Sanierung der Stadt angefangen, um diese als Tourismusziel zu etablieren.
Hin und wieder werden dort sogar Filme gedreht wie z.b. “Armour of God” (Jackie Chan) oder “Der rechte Arm der Götter”.
Bilder
Wenn ihr mal in diese Gegend kommen solltet – auf jeden Fall besuchen ! Aber seit vorsichtig beim Rumklättern, wir
haben es nicht alle ganz unbeschadet überstanden. :-)
Euer Pauli
























































































