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Lost Places

Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Mt. Grosso Fortress

Hallo meine lieben Freunde,

in meinem Istrien / Kroatien Urlaub habe ich auch das verlassene Mt. Grosso Fortress besucht. Dies liegt oberhalb von Pula auf einem Hügel. Von unten ist es überhaupt nicht zu sehen und man muss ungefähr 1 Kilometer hoch laufen. Aber wenn man mal oben hat, da sieht man einen wirklich total tollen Lost Place.

 

Geschichte

In der Zeit der Römer ist diese Region – auf der die Anlage steht – Stinjan das erste Mal erwähnt worden. Die Römer haben das Land für Landwirtschaft genutzt. In der Zeit hieß das Dorf dort Astinianum. Nach dem Römischen Imperium übernahm erst das Büzantinische Reich das Land, im 13. Jahrhundert dann Venedig. Am Ende des 18. Jahrhunderts ging es dann an Napoleon und am Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm dann Wien die Regierung.

Die österreichisch-ungarische Regierung erkannte die Region von Pula in dieser Zeit für den Ausbau von Kriegshäfen. Die Landschaft um Pula wuchs schnell an und es wurden auf den Hügeln Befestigungen für den Schutz vor Angriffen errichtet.

Auch auf den Hügeln in der Region Stinjan wurden Befestigungsanlagen aufgebaut, die teilweise heute noch gut erhalten sind. In dieser Zeit wurde auch das größte Bauwerk im Mittelmeer gebaut – ein Seewall in der Bucht von Stinjan.

Als die österreichisch-ungarische Monarchie 1918 zusammen brach ging die Regierung dieses Gebiets an Italien, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges dort regierten. In dieser Zeit wurde an der Stinjanischen Küste eine Hydrobasis errichtet, die im 2. Weltkrieg allerdings durch Bombenangriffe zerstört wurden.

Nach der Kapitulation der Italiener im 2. Weltkrieg wurde das Land um Pula und Istrien an England abgegeben, die die Regierung 1947 an Jugoslawien abgegeben haben, die dort bis 1990 waren.

 

Heute

Inzwischen ist das Gebiet – militärischen Zone – gewichen und wurde für den Tourismus freigegeben. Auf einem Hügel vor Stinjan – auf dem Mount Grosso – liegt noch diese alte Wehranlage, die inzwischen mehr einer Ruine gleicht.

Die Ruine wurde geschätzt Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und viel bestimmt auch Angriffen aus dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Trotzdem ist noch recht viel erhalten. Ein Besuch lohnt sich dort auf jeden Fall.

 

Bilder

 

Ich hoffe, dieser Lost Place hat euch gefallen. Ich war wirklich fasziniert von dieser Wehranlage und finde es gut, daß sowas noch nicht abgerissen wurde und man dies anschauen kann.

Euer Pauli


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Paulis Lost Place: Monteith Barracks

Hallo meine lieben Freunde,

ich habe diesmal wieder das Wochenende genutzt und bin ein bißchen durch die Gegend gecrust. Dabei habe ich einen neuen Lost Place gefunden in Fürth nähe dem alten Flugplatz Fürth-Atzenhof dort. Da stehen die Monteith Barracks. In diese möchte ich euch heute vorstellen und euch meine Bilder dazu zeigen.

Entstehung

Die Monteith Barracks sind nach dem 2. Weltkrieg von den US-Truppen besetzt worden, die dort eine Kaserne errichteten und ihr den Namen “Monteith Barracks” gaben. Davor hieß das Gelände “Army Air Force Station Fürth” und dann auch noch “Fürth Air Base, Germany“.

Der Name Monteith kam von dem First Lieutenant Jimmie Monteith, der für seinen Mut im 2. Weltkrieg ausgezeichnet wurde. Er verstarb am 1. Tag des D-Day in der Nähe von Colleville-sur-Mer.

 

Nutzung durch die US-Armee

Die Amerikaner übernahmen nach Kriegsende das Gelände des Flugplatzes. Die dort bestehenden Gebäude wurden gereinigt. Zuerst nutzte die US-Airforce den Platz und vernichteten dort viele Flugzeuge, die nicht mehr gebraucht wurden nach dem Krieg. Die Amerikaner erbauten auf dem Gelände eine feste Startbahn aus Beton, die während der Nürnberger Prozesse als Hauptflugplatz gedient hat. Ansonsten landeten und starteten dort hauptsächlich militärische Transportflugzeuge.

Über die Jahre hinweg waren dann an den Monteith Barracks zahlreiche US-Einheiten stationiert wie 4. US Armored Division (eine Panzerdivision), 504th Aviation Battailon, 67th und 37th Armor Battailon, 123th und 126th Mountain Battailon, DISCOM der1. Armored Division und noch einige mehr.

Am 26.11.1957 gab es einen Großbrand in der Kaserne, bei dem ein Tanklager in Flammen aufging. Im Jahr 1985 wurde dann eine weitere Einfahrt zum Gelände von der Hafenstraße aus gebaut, damit die Anwohner dort weniger belästigt wurden.

Im Jahr 1993 verließ die US-Armee dann die Kaserne in Fürth. Am 15. September in diesem Jahr wurde die Flagge das letzte mal gehisst. In einer kleinen Feier wurde das Gelände durch den Kommandeur Lt. Col. James Ishmael an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.

 

Heute

Nach der Übergabe lag das Gelände erstmal brach, nur ein paar Künstler und Bands haben den Ort ein paar Mal für Events gemietet. Inzwischen sind dort – es heißt heute übrigens “Golfpark”, da ist auch eine Golfanlage drauf – Firmen angesiedelt. Außerdem gibt es dort jetzt den “Solarwall”, den “Sprehe Horsepark” und sogar ein Filmstudio ist jetzt dort. Einige der alten Kasernengebäude werden auch saniert und sollen dann ein Wohngebiet werden.

Ich war gestern auf dem Gelände gewesen. Ein paar Kasernengebäude stehen noch, allerdings kann man dort nicht rein. Die Fenster sind mit Holzplatten zugenagelt, Kellerschächte und Kellertreppen wurden zugeschüttet mit Kies. An einem langen Verbindungsgang waren 2 Wappen an der Wand. Leider konnte ich die nicht mit der Kamera einfangen, weil die zu weit weg waren (ein Zaun hat mich aufgehalten). Aber seht einfach selbst, was ich dort alles vorgefunden habe.

 

Bilder vom 18.08.2013

 

Ich bin gespannt, welche Plätze ich noch so in unserer Gegend finden werde. :-)

Euer Pauli

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Paulis Lost Place: Wasserschloss Oberbürg

Hallo meine lieben Freunde,

am Wochenende war ich mal wieder unterwegs bei dem schönen Wetter und habe wieder einige interessante Orte besucht. Diesmal war ich im Wasserschloss Oberbürg in Lauf am Holz.

Entstehung

Das Oberbürg ist vermutlich im 15. Jahrhundert entstanden als Wasserschloss in einer Weiheranlage. Bis ins Jahr 1539 stand das Schloss im Besitz der Familie Groland. Danach wurde der Herrensitz verkauft an Hans Buchner, dem zeitweise auch die Burg Hartenstein und der Sitz Rückersdorf gehörte.

oberburg SkizzeBereits im Jahr 1542 gab Hans Buchner die Oberbürg auch schon wieder ab an den Kaufmann Bonaventura von Furtenbach. Nur ein Jahr später fand erneut ein Beisitzerwechsel statt und das Schloss wurde an Jörg Rayger verkauft. Dieser führte einige Prozesse mit der Reichsstadt bzgl. Umbaumaßnahmen der Anlage, weshalb es heute sogar noch eine Skizze aus dieser Zeit gibt. (Bildquelle: www.herrensitze.de)

Rayger konnte wegen offener Forderungen das Wasserschloss nicht halten und es wurde zurück gepfändet an Bonaventura von Furtenbach, der diese dann direkt an den Besitzer des Hammerwerks, Dr. jur. Georg Kanler, verkaufte. Dieser hatte erneut einige bauliche Maßnahmen durchgeführt, konnte aber auch die Oberbürg finanziell nicht halten. Die Oberbürg wurde 1581 geteilt – eine Hälfte erwarb Wolff Ehinger, die andere Hälfte ging an die Reichstadt, die dann ebenfalls an Wolff Ehinger verkaufte.

Im Jahr 1592 landete der Sitz dann wieder bei Familie Kanler. So ging das dann auch weiter in den nächsten Jahrhunderten (wer es genau wissen möchte: Herrensitze/Oberbürg). 1693 brach dann für das Schloss eine sehr gute Zeit an mit Margaretha Susanna, die mit Matthias Julius Eberhard Graf von Polheim verheiratet war. Die Gräfin machte die Oberbürg zu einem angesehenen Treffpunkt des Adels. Kurz vor ihrem Tod 1721 verkaufte Gräfin Margaretha Susanna das Wasserschloss, worauf wieder ein Wechsel der Eigentümer anfing.

1927 übernahm Dr. jur. Friedrich Freiherr Leuckart von Weißdorf die Oberbürg, welche in der Nacht vom 28. auf den 29. August 1943 durch einen Bombenabwurf im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Nachkrieg

Das Wasserschloss Oberbürg war eine der prachtvollsten Schlösse in der Region, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Ende der 50er Jahre ging das Schloss an die Energie- und Wasserversorgung AG Stadt Nürnberg, da dieses Gebiet in die Trinkwasserschutzzone integriert werden sollte.

1966 wurde dann (leider) einige Teile des Schlosses abgerissen.

Heute

Heute kann man auf dem Gebiet noch die Wehrmauer, Toranlagen und einige Teile der Rundtürme bewundern. Der alte Ziehbrunnen steht heute vor dem Vestnertor der Burg. Leider wird sich wohl um die Ruine nicht mehr viel gekümmert, daher ist das einzig so tolle Wasserschloss Oberbürg sehr eingewachsen und teilweise mit Graffiti beschmiert.

Schaut doch da auch mal vorbei. Es ist immer wieder sehr interessant zu sehen, wie es im Mittelalter hier so ausgesehen hat. Und was heute aus diesen Plätzen so geworden ist.

Euer Pauli

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Paulis Lost Place: Hotel Girgl

Hallo meine lieben Freunde,

immer noch bin ich auf der Suche nach total coolen Lost Places in und um Nürnberg. Diesmal habe ich mich über ein leer stehendes Hotel informiert. Im Internet habe ich von dem Hotel Girgl gelesen und Bilder gesehen. Das Hotel aus den 60er Jahren steht seit einiger Zeit leer – und das mitten im Wald.

Leider stand im Internet nirgendwo, wo genau dieses Hotel zu finden sei. Also habe ich mich in die Recherche gestürzt mit dem Bild aus dem Internet, das ich hatte. Mit ein paar guten Tipps bzgl. Himmelsrichtung und Landschaft konnte ich die Suche dann eingrenzen und Google Maps hat mein Ergebnis – zumindest aus der Luftaufnahme – bestätigt.

Also hab ich die Kamera geschnappt und bin da hingefahren – und es war wirklich dieses Hotel ! Da steht das Gebäude mit insgesamt 8 Stockwerken recht heruntergekommen im Wald und keiner kümmert sich drum.

Hineingehen konnte wir leider nicht. Alle Türen waren zugemauert oder verbrettert. Ein junger Mann, den wir vor Ort angetroffen haben hat uns gesagt, daß es wohl nur einen Weg gäbe rein, und der führt durch einen Kellerschacht und eine wackeliche Leiter. Wir haben uns dann entschlossen nicht reinzugehen – zum einen wegen Verletzungsgefahr (das ging schon recht steil runter) und zum andern wegen Hausfriedensbruch. Wir wollen ja keinen Ärger bekommen.

Ein paar Bilder durch Fenster konnten wir dann aber doch erhaschen und sogar ein paar festhalten:

Angeblich sollen die Hotelzimmer noch genauso fertig sein, wie sie für Gäste damals vorbereitet wurden. Also Betten gemacht, Telefone in den Zimmern etc.

Ich habe an den (meines Wissens) Eigentümer bzw. Verwalter gewendet, ob ich da mal rein dürfte und mehr über die Geschichte des Hotel Girgl erfahren darf. Leider habe ich bisher aber noch keine Antwort erhalten. :-(

Habt ihr noch ein paar Lost Places, die man besucht werden sollten ?

Euer Pauli

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Paulis Lost Place: Alter Rangierbahnhof Nürnberg Süd

Hallo meine lieben Freunde und Besucher,

am Wochenende war ich mal wieder in Nürnberg unterwegs um tolle und coole Plätze und Lost Places zu finden. Diesmal hat mich mein Weg an den alten Rangierbahnhof in Nürnberg Süd gebracht. Von dem hatte ich schon öfter gehört und Bilder im Internet gesehen. Jetzt wollte ich mich mal da genauer umschauen.

Geschichte

Ende des 19. Jahrhundert steigen die Mengen an Gütern, die per Zug transportiert wurden enorm an. Bis 1847 wurden alle Güter noch über den Hauptbahnhof Nürnberg (Centralbahnhof) befördert. 1898 wurde dann der Rangierbahnhof geplant, der sich an Edge Hill in der Nähe von Liverpool und der Dresdner-Friedrichstadt orientierte.

Zur Eröffnung des Rangierbahnhofs Süd gab es dort 6 Einfahrgleise, 2 Umfahrgleise und ein Ausziehgleis. Nach Süden gingen insgesamt 19 Gleise, nach Norden gab es 22 Gleise. Und daneben gab es dann noch 10 weitere Gleise, die zeitweise für überflüssige Wägen genutzt werden konnten.

Neben dem Gleisbau wurden dort noch einige Gebäude erreichtet: Betriebswerk, Werkstatt für 6 Loks und 16 Wägen in 2 Hallen, ein E-Werk und ein Tiefbrunnen mit Wasserturm, der als Wahrzeichen des Rangierbahnhofs galt.

Zwischen 1983 und 1988 wurde der Bahnhof dann umfassend modernisiert.

Ist-Zustand

Inzwischen stehen die alten Gebäude leer und verfallen langsam. Einige der alten Gleise wurden entfernt, es sind nur noch die Gleisbette, die man sieht und die die alten Zugwege erahnen lassen.

Bis vor 1-2 Jahren konnte man noch ungehindert dort hin und sich die alten Gebäude – teilweise mit Graffiti beschmiert – ansehen. Heute ist das leider nicht mehr (so einfach) möglich. Die meisten Zugänge sind durch Zäune und Verbotsschilder zugemacht worden. Wir haben aber noch einen Zugang gefunden, der frei war. Allerdings sind wir nicht bis ganz zu den Gebäuden gekommen, weil nun auch dort Verbotsschilder stehen.

Bilder

Habt ihr vielleicht noch die ein oder andere Geschichte zum alten Rangierbahnhof ?

Euer Pauli

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