Hallo liebe Freunde,
ich habe im Fernsehen gehört, daß ein CDU-Politiker fordert, daß Imame in Moscheen in Deutschland deutsch sprechen sollen. Für alle, die sich da nicht so auskennen: Imam ist arabisch und bedeutet so viel wie Vorsteher oder Vorbild. Im Islam ist er das religiöse Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft oder auch der Vorbeter. Also vereinfacht gesagt ist er sowas wie ein Pfarrer in der Kirche. Die in Deutschland lebenden und praktizierenden Imams sprechen alle türkisch. Wer es noch genauer wissen möchte, der kann sich auf Wikipedia dazu belesen.
Aber nun zurück zum Thema. Also ein CDU-Politiker will, daß eben diese Imame in den Moscheen beim Gebet deutsch sprechen – ganz nach dem Österreichischen Vorbild. Unsere Nachbarn haben dazu nämlich vor kurzem ein Gesetz erlassen.
Nun meine Frage dazu: Wenn in den Moscheen nur noch deutsch gesprochen werden darf – darf dann in der katholischen Kirche auch kein Latein mehr gesprochen werden ??????
Euer total verwirrter Pauli






Lieber Pauli,
das ist eine sehr gute Frage. Jede Art von Dialekt scheidet dann auch aus.
Es stellen sich die Fragen:
Ist diese Forderung mit dem Grundgestz vereinbar? Wird damit nicht die freie Religionsausübung behindert? Das Bundesverfassungsgericht wird das entscheiden.
Weiß der Politker nicht, dass es für Imam ein deutsches Wort gibt und warum benutzt er es konsequenter Weise nicht?
Ist diese Forderung mit dem absehbaren Abschluss von TTIP nicht hinfällig, weil dann sowieso alle Englisch sprechen (müssen)?
Vor allem: Ist denn scho wieder Sommerloch?
Liebe Grüße
Max