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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Pietra Pelosa Castle

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch über einen Geheimtipp aus meinem Urlaub berichten. Die Recherche zu diesem Lost Place in Istrien war gar nicht so einfach, der ist nämlich sehr unbekannt. Aber für euch hab ich doch noch ein paar Infos bekommen. :-)

 

Geschichte

Die Pietra Pelosa Castle ist eine Schlossruine im Inland von Istrien in Kroatien zwischen Zonti und Zrenj. Sie ist eine der am besten erhaltenen Burgen in Istrien. Der Name „Pietrapelosa“ kommt aus dem Italienischen und heißt so viel wie „haariger Stein“ aufgrund des Mooses, das an den Wänden des Schlosses gewachsen ist.

Erstmals erwähnt wird das Schloss im Jahr 965 nach Christus in einer Urkunde zur Schenkung von Rodaold – ein Patriarch – an das Bistum Porec. Im 13. Jahrhundert ging das Anwesen dann an eine Familie von deutschen Rittern, die den Namen „de Pietrapelosa“ angenommen haben. 1421 eroberte ein venezianischer Befehlshaben die Burg. Der venezianische „Rat der Zehn“ übergibt das Schloss im Jahr 1440 an den Edelamnn Nicoló Gravisi, der dann den Titel Marquis Pietrapelosa annahm. Er hat das Schloss als Sommerresidenz renoviert.
1635 hat ein Feuer das Innere des Schlosses zerstört, dennoch wurde es aber bis in das 18. Jahrhundert bewohnt. Neben dem Kastell befand sich eine kleine Kirche der heiligen Maria Magdalena.

 

Heute

Die Schloss-Ruine ist heute über eine 1-Spurige geteerte Straße auf einem Berg in 119 Metern Höhe zu erreichen. Wichtig ist aber zu erwähnen, daß dies die einzige Straße hoch und runter ist und dort bei allen Fahrkünsten nur 1 Auto Platz hat !
Aktuell wird die Burg restauriert, man kann aber Teile davon besichtigen. Sehr gut erhalten ist ein ganzes Haus mit allen Mauern sowie einige der Mauern des Haupthauses.
Witzig ist, daß auch die Latrine (also das damalige WC) noch komplett erhalten ist. *hihi* Die hatten da damals keine Tür und auch kein Dach sondern nur ein Loch, daß den Berg runter geht. :-)

 

Bilder

 

Dieser Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Er steht allerdings in keinem Reiseführer ! Deswegen ist das ein totaler Geheimtipp !

Euer Pauli


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Paulis Urlaubsbericht 2013: Hum, die kleinste Stadt der Welt

Guten Morgen meine lieben Besucher und Urlaubs-Begeisterte,

es geht weiter in meinem Kroatien Reisebericht. Heute möchte ich über die kleinste Stadt der Welt berichten: Hum.

 

Geschichte

Die kleine Stadt HUM in der Mitte von Istrien besitzt bereits seit dem Jahr 1102 das Stadtrecht. Damals gehörte dieses Gebiet noch zu Frankreich.  Früher war Hum sehr bedeutungsvoll als Grenzbefestigung der deutschen Markgrafen. Die Burg dazu befand sich auf einem Plateau im westlichen Teil der Stadt.
In dem Ort gibt es einen Wachturm mit einem Zinnenkranz versehenen Campanile, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die Pfarrkirche in der Stadt Sveti Marijewurde 1802 erbaut.  Der Friedhof, der außerhalb der Stadtmauer liegt und die dortige romanische Kirche Sveti Jeronim ist sogar schon aus dem 12. Jahrhundert.
1412 ist die Stadt an Venedig gegangen, in der Zeit die Mauern teilweise zerstört wurden. Von 1612-1618 wurde die Stadt niedergebrannt, aber dann wieder aufgebaut.

 

Heute

Die kleinste Stadt der Welt Hum ist im Guiness Buch der Rekorde eingetragen. Wie viel Einwohner die Stadt genau hat, kann ich nicht genau sagen. Die Quellen liegen alle zwischen 18 und 24 Einwohnern. Gezählt habe ich diese bei meinem Besuch nicht. :-)
In der Stadt gibt es aber ganz ordnungsgemäß einen Pfarrer und einen Bürgermeister. Bei der Auffahrt nach Hum kommt man an der Glagolitischen Allee vorbei.
In der Stadt selbst ist noch vieles gut erhalten – mittelalterliche Stadtmauer, Stadttor mit massiven Kupfertüren, enge Gassen mit altern Pflastern…

 

Bilder

 

Und, was sagt ihr zu der kleinsten Stadt der Welt ? Wäre die euch auch mal ein Besuch wert ?

Euer Pauli


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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Dvigrad in Kroatien

Hallo meine lieben Freund und Besucher,

es geht weiter mit meinem Urlaubsbericht aus Kroatien. Vielleicht haben einige von euch schon von der verlassenen Stadt Dvigrad im Inland von Istrien gehört. Diese ist auch in einigen Reiseführern aufgeführt. Natürlich waren auch wir dort gewesen und haben uns diese Mittelalterliche Geisterstadt einmal angesehen.

 

Geschichte

In der Antike wurde das Gebiet Dvigrad (Zweiburg) von den Illyrer besiedelt. Im Frühmittelalter wurden dann direkt nebeneinander die zwei Burgfestungen Parentino und Moncastello gebaut. Diese bewachten den durch die Schlucht nach Pazin verlaufenden Handelsweg. Im Jahr 1345 wurde das Dorf vom Genueser Admiral Paganin Doria geplündert während des Krieges zwischen Genua und Venedig. Die Burg Parentino wurde im Jahr 1381 komplett zerstört von den Venezianern.

Auf dem höchsten Hügel in der Region Dvigrad stand eine Sofienkapelle – die Pfarrkirche von Kanfanar. Im Jahr 1615 wurde die Stadt schwer beschädigt während des Krieges, konnte aber wieder aufgebaut werden.

Dvigrad war eine der bedeutensten mittelalterlichen Städte in Istrien und war sogar bedeutender als Pula mit seinen mehreren tausend Einwohnern.

Im 16. Jahrhundert herrschten in diesem Gebiet zahlreiche Seuchen wie Pest und Malaria – auch in Dvigrad, weshalb die noch lebenden Bewohner im Jahr 1631 das Dorf verlassen haben. Nur 3 Familien blieben in Dvigrad noch übrig ungefähr im Jahr 1650. Aber spätestens 1714 war der Ort dann komplett verlassen.

 

Mythos

Es gibt einige Mythen um die verlassene Stadt Dvigrad. Eine davon möchte ich euch erzählen:

Der berühmte englische Abenteuerer Sir Henry Morgen (gelebt zwischen 1635-1688) lebte erst als Räuber und kämpfte gegen Spanier, plünderte Panama und wurde dafür in England in Haft genommen. Später wurde er dann begnadigt und geadelt. Sir Henry Morgen soll bei seinen Raubzügen einen sagenhaften Schatz erbeutet und vergraben haben – und zwar in Dvigrad.

 

Heute

Man kann heute die Ruinen der damaligen Stadt besuchen und ansehen (kostenlos, über den Ort Kanfanar). Es stehen heute noch Teile der Stadtmauer, Befestigungstürme und einigen Stadtvillen. Am besten erhalten ist die Burg im Inneren.

Mit ca. 16000 qm ist Dvigrad die größte Ruinenstadt in Istrien. Es sind dort noch heute ca. 200 Häuser (Ruinen) zu sehen. 1997 wurde mit der Sanierung der Stadt angefangen, um diese als Tourismusziel zu etablieren.

Hin und wieder werden dort sogar Filme gedreht wie z.b. „Armour of God“ (Jackie Chan) oder „Der rechte Arm der Götter“.

 

Bilder

 

Wenn ihr mal in diese Gegend kommen solltet – auf jeden Fall besuchen ! Aber seit vorsichtig beim Rumklättern, wir verletzt in dvigradhaben es nicht alle ganz unbeschadet überstanden. :-)

Euer Pauli

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Paulis Lost Place Urlaubsbericht: Mt. Grosso Fortress

Hallo meine lieben Freunde,

in meinem Istrien / Kroatien Urlaub habe ich auch das verlassene Mt. Grosso Fortress besucht. Dies liegt oberhalb von Pula auf einem Hügel. Von unten ist es überhaupt nicht zu sehen und man muss ungefähr 1 Kilometer hoch laufen. Aber wenn man mal oben hat, da sieht man einen wirklich total tollen Lost Place.

 

Geschichte

In der Zeit der Römer ist diese Region – auf der die Anlage steht – Stinjan das erste Mal erwähnt worden. Die Römer haben das Land für Landwirtschaft genutzt. In der Zeit hieß das Dorf dort Astinianum. Nach dem Römischen Imperium übernahm erst das Büzantinische Reich das Land, im 13. Jahrhundert dann Venedig. Am Ende des 18. Jahrhunderts ging es dann an Napoleon und am Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm dann Wien die Regierung.

Die österreichisch-ungarische Regierung erkannte die Region von Pula in dieser Zeit für den Ausbau von Kriegshäfen. Die Landschaft um Pula wuchs schnell an und es wurden auf den Hügeln Befestigungen für den Schutz vor Angriffen errichtet.

Auch auf den Hügeln in der Region Stinjan wurden Befestigungsanlagen aufgebaut, die teilweise heute noch gut erhalten sind. In dieser Zeit wurde auch das größte Bauwerk im Mittelmeer gebaut – ein Seewall in der Bucht von Stinjan.

Als die österreichisch-ungarische Monarchie 1918 zusammen brach ging die Regierung dieses Gebiets an Italien, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges dort regierten. In dieser Zeit wurde an der Stinjanischen Küste eine Hydrobasis errichtet, die im 2. Weltkrieg allerdings durch Bombenangriffe zerstört wurden.

Nach der Kapitulation der Italiener im 2. Weltkrieg wurde das Land um Pula und Istrien an England abgegeben, die die Regierung 1947 an Jugoslawien abgegeben haben, die dort bis 1990 waren.

 

Heute

Inzwischen ist das Gebiet – militärischen Zone – gewichen und wurde für den Tourismus freigegeben. Auf einem Hügel vor Stinjan – auf dem Mount Grosso – liegt noch diese alte Wehranlage, die inzwischen mehr einer Ruine gleicht.

Die Ruine wurde geschätzt Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und viel bestimmt auch Angriffen aus dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Trotzdem ist noch recht viel erhalten. Ein Besuch lohnt sich dort auf jeden Fall.

 

Bilder

 

Ich hoffe, dieser Lost Place hat euch gefallen. Ich war wirklich fasziniert von dieser Wehranlage und finde es gut, daß sowas noch nicht abgerissen wurde und man dies anschauen kann.

Euer Pauli


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Paulis Urlaubsbericht 2013: Pula

Hallo meine lieben Freunde,

heute möchte ich euch von meinem Besuch in Pula berichten. Pula ist die größte Stadt in Istrien in Kroatien und liegt ganz im Süden an der Küste. Es gab dort einiges zu sehen, was ich euch vorstellen möchte.

Amphitheater

Das Amphitheater wurde von Kaiser Augustus in den Jahren 30-14 vor Christus gebaut. Unter Kaiser Vespasian (der das Kolosseum in Rom beauftragte) wurde die Arena dann in den Jahren 39-81 ausgebaut. Es heißt, daß Kaiser Vespasian das Amphitheater auf 132 x105 Meter vergrößern um seiner Geliebten einen Wunsch zu erfüllen, die aus Pula stammte.
Dieses Bauwerk war damals das sechstgrößte Amphitheater im Römischen Reich und wurde aus weißen istrischen Kalksteinen gebaut. Darin hatte ungefähr 25.000 Leute Platz, die einst viele Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen ansahen dort.

Augustustempel

Der Augustustempel in Pula wurde im 1. Jahrhundert nach Christus zu Erhren des römischen Kaisers Augustus und der Göttin Roma erbaut. An der Forderseite wurde ein Portikus mit 8 Meter hohen glatten Säulen mit korinthischen Kapitellen gebaut. In bereits frühchristlicher Zeit wurde der Tempel zu Kirche.

Pula - Kapela Svete Marije Formoze

 

Kapela Svete Marije Formoze

Diese Basilika aus der Zeit des oströmischen Kaisers Justinian I. (aus dem 6. Jahrhundert) wurde auf einem kreuzförmigen Grundriss errichtet. Heute ist nur noch die Kapelle übrig, da die Kirche im 13. Jahrhundert von den Venezianern abgerissen wurde wegen Baufälligkeit.

Pula - Triumphbogen der Sergier

 

Triumphbogen

Der Triumphbogen der Sergier wurde von Salvia Postuma Sergi in den Jahren 29-27 vor Christus errichtet zu Ehren ihrer 3 Brüder, die an der Seeschlacht von Actium 31 vor Christus teilgenommen hatten.

 

Pula InnenstadtStadt allgemein

In Pula haben im Laufe der Zeit Römer, Histrier, Venezianer und Österreicher gesiedelt. Besonders die römischen und österreichischen Einflüsse sind heute noch zu erkennen. In der historischen Innenstadt findet man ganz viele Geschäfte, Cafes und Boutiquen.

Auch hier solltet ihr mal vorbeischauen und euch die tollen alten Gebäude und Bauwerke anschauen. Auch der Hafen ist ganz schön.

Euer Pauli

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