browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Lost Places

Paulis Urlaubsbericht 2015: Lost Place Hotel Haludovo

Hallo liebe Urlaubs- und Lost Place – Freunde,

der heutige Beitrag dreht sich einzig und allein um den Lost Place des verlassenen Hotels Haludovo auf der Insel Krk in Kroatien. Auf diesen gefundenen Platz sind wir in diesem Urlaub besonders stolz, denn so einen großen Lost Place haben wir selten zu Gesicht bekommen.

Das Hotel Haludovo Palace

Am 05. Juni 1972 wurde der riesige 5 Sterne Luxus Hotelkomplex eröffnet. Gebaut wurde er von dem Penthouse Magazine Gründer Bob Guccione. Der hat ganze 45 Millionen US $ in das Projekt gesteckt. Im gleichen Jahr wurde dann noch das dazu gehörige Adriatic Club Casino eröffnet. Hoch karierte Gäste sollen dort gewesen sein, u.a. Saddam Hussein und der schwedische Ministerpräsident Olof Palme. Das war damals zur jugoslawischen Zeit fast eine Meisterleistung, denn in dieses Gebiet durfte eigentlich kaum jemand einreisen aus der westlichen Welt. Es wird gemunkelt, daß es dort so wilde Partys gegeben haben soll, daß sogar der Pool mit Champagner gefüllt worden sein soll. Angeblich hatte Guccione 100 Amerikaner anreisen lassen, die als festes Personal im Hotel und Casino angestellt waren – bestimmt waren die meisten Bunnys. *hihi* Anfang der 90er Jahre wurde diese Luxus-Anlage allerdings geschlossen, nachdem die Besucherzahlen immer mehr in den Keller gesunken sind.
Nach der Schließung des Hotels wurde es während des Krieges vorübergehend noch als Flüchtlingslager benutzt. 2002 gab es dann nochmal einen Totalausverkauf der Möbel und dann endet auch schon die Geschichte des Hotels Haludovo.
Heute liegt die Anlage komplett brach – obwohl die Lage wirklich top ist. Randalen haben sich an dem Bauwerk zu schaffen gemacht, so wie wir es von Lost Places inzwischen ja leider kennen. Aber wenn man dort ist lässt sich anhand der Größe und Aufmachen doch ein bißchen erahnen, wie es vor 40 Jahren dort gewesen soll muss.
Aber schaut einfach selbst, wie es inzwischen dort aussieht. Bilder sprechen da mehr als viele Worte…

Euer verblüffter Pauli

Kategorien: Lost Places, Urlaub | Schlagwörter: , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Pauli’s Lost Place: Alte Düngerfabrik

Hallo liebe Freunde und Lost Place-Fans,

am Wochenende war ich endlich mal wieder auf Tour zu einem Lost Place im Nürnberger Land, der mir durch einen Tipp quasi „zugeflogen“ ist. Da mir in diesem Zuge auch gesagt wurde, daß immer mehr Randalierer und Jugendliche sich auf dem Gelände rum treiben und alles kaputt machen habe ich mich beeilt um noch einigermaßen schöne Fotos für euch zu bekommen, bevor der Ort total verkommt und kaputt gemacht ist.

Hier nun aber einige Infos und natürlich die Fotos von meinem Ausflug für euch. Bitte habt Verständnis dafür, daß ich nicht preisgeben werde, wo diese Fabrik liegt. Heutzutage treiben einfach viel zu viele Leute Schindluder. :-(

Geschichte der Düngerfabrik |

 

1939 wurde auf diesem Gelände eine Ziegelfabrik errichtet, welche aber später geschlossen wurde. In den frühen 50er Jahren verschlug es die Düngerfabrik dort hin und erweiterte das Gelände mit weiteren Gebäuden, Hallen und ähnlichem – auf einem Bild seht ihr zum Beispiel einen Grundstein aus dem Jahr 1976 in einer Halle. Angefangen hatte diese Firma als Hersteller für Horndünger und erweitere seine Produktion dann auf Mehrnährstoffdünger aus, die bis 2007 dort produziert wurden. Hier eine Firmenbeschreibung, die ich dazu finden konnte:

Von traditionellen Produkten auf der Basis organischer Grundstoffe bis zu den modernsten Hightech-Düngern verfügen wir über alle Produkte und Dienstleistungen, um im professionellen Pflanzenbau die Probleme der gezielten Pflanzenernährung lösen zu können.

2004 wurde die Geschäftsführung des Traditionsunternehmens aus der familiären Hand (inzwischen führten die Urenkel des Gründers das Unternehmen) gegeben. Bis zu 40 Mitarbeiter arbeiteten täglich in den Hallen und Bürogebäuden, bis 2007 das Unternehmen schließlich aufgekauft und nach Nürnberg direkt ausgelagert wurde.

Seit dem liegen das Gelände und die alten Gebäude auf dem Grundstück im Nürnberger Land brach.

Bilder der Düngerfabrik |

 

Ich hoffe, euch hat der kleine geschichtliche Ausflug mal wieder gefallen. Ich fand es dort wirklich toll. Das ist alles total riesig dort und man merkt richtig, daß da früher mal hart gearbeitet wurde.

Eines möchte ich allerdings noch kurz anmerken: ich finde es wirklich sehr sehr schade, daß an solchen tollen Orten so viel randaliert wird. Die Graffitis und Schmierereien sind ja das eine, aber das zum Beispiel in den Bürogebäuden sämtliche Glasscheiben zerbrochen wurden – das geht schon echt zu weit. Ich kucke mir ja gern verwachsene und verlassene Gebäude und Orte an – aber lieber im Urzustand ! Ich hoffe, daß sich der ein oder andere vielleicht ein Herz fasst und einfach nur kuckt und nicht zerstört. :-)

Euer Pauli

 

Kategorien: Lost Places | Schlagwörter: , , , , , , , , , | 12 Kommentare

Paulis Lost Place: Schwarzer Adler in Nürnberg

Hallo liebe Freunde,

auch heute habe ich einen Lost Place für euch, der mitten im Nürnberg im Stadtteil Eibach an der Hauptstraße liegt. Sicherlich sind einige von euch dort schon mal vorbei gefahren und haben das große brach liegende Gebäude gesehen. Es geht um die Gaststätte Schwarzer Adler.

Geschichte

Der Gebäudekern stammt aus dem Jahr 1616 (also fast 400 Jahre) und Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Haus so aufgebaut mit Sandsteinquader, wie es da heute steht. Deshalb steht es auch unter Denkmalschutz. Der Schwarze Adler gilt als Nürnbergs ältestes Gasthausgebäude außerhalb der Innenstadt.

Ein Bild des alten Gebäudes als es noch geöffnet – ungefähr in den 50er Jahren – war könnt ihr unter folgendem Link ansehen: http://www.abload.de/img/2eibach-schwarzeradlelqude.jpg  (Ich will das Bild selber hier nicht veröffentlichen wegen Urheberrecht und so… Ist ja nicht mein Bild. :-))

Heute

Vor ca. 1-2 Jahren stand ein riesiges Schild vor dem Gebäude, daß da Eigentumswohnungen rein kommen sollten. So ganz Moderne mit allem drum und dran. Irgendwann war das Schild dann aber wieder weg und seit dem ist dann nichts mehr passiert.

Ich habe mich dann erkundigt, wer inzwischen der Eigentümer des Gebäudes ist und habe es auch raus gefunden. Natürlich hab ich auch gleich Kontakt aufgenommen und gefragt, ob ich da mal rein dürfte, weil ich darüber berichten möchte. Und dazu habe ich auch sehr schnell folgende Antwort bekommen:

Momentan ist es allerdings wenig sinnvoll das Gebäude zu besichtigen, denn es ist noch nichts zu sehen. Der aktuelle Zustand bietet kaum Motive, die der Geschichte und dem Charme des Gebäudes Rechnung tragen könnten.
Sobald wir einen Schritt weiter sind würde ich mich gerne bei Ihnen melden um einen Termin zu vereinbaren.

Ich bin gespannt, ob ich da dann wirklich mal rein darf – bevor es renoviert wird. Wenn es dazu was neues gibt seit ihr natürlich die ersten, die das erfahren. :-)

Bilder

Ich hoffe, die Geschichte zu diesem alten Gebäude (Lost Place) hat euch gefallen. Und ich wünsche dem Gebäude, daß es entsprechend seiner Geschichte gewürdigt und wieder aufgebaut wird.

Euer Pauli

 

Kategorien: Lost Places | Schlagwörter: , , , , , , | 11 Kommentare

Paulis Lost Place: alte Scheune im Landkreis Leinburg

Hallo meine lieben Freunde und Lost-Place Interessierte,

heute habe ich wieder einen Lost Place für euch, der mir schon ein paar Mal aufgefallen ist auf dem Weg nach Hause. Das Gebäude steht also im Landkreis Leinburg / Nürnberger Land mitten so an der Straße. Der Zaun wurde erst vor wenigen Monaten aufgestellt.

Dem Gebäude fehlt komplett das Dach und Fenster. Was das früher mal gewesen ist kann ich leider nicht sagen, da sich leider kein Anwohner blicken lies, als ich dort war, den ich hätte fragen können. Die Scheune scheint aber schon einige Jahrzehnte hinter sich zu haben und früher mal eine Werkstatt oder so gewesen zu sein.
Daher kann ich euch heute nur Bilder ohne Hintergrundstory dazu präsentieren. Aber ich hoffe, die gefallen euch auch so. :-)

alte Scheune

Jetzt suche ich mal fleißig weiter nach coolen Lost Places, die ich euch dann präsentieren kann.

Euer Pauli

 

Kategorien: Lost Places | Schlagwörter: , , , , , | 2 Kommentare

Paulis Lost Place: Zum Klösterle in Nürnberg Pillenreuth

Hallo meine lieben Freunde und begeisterte Lost Place Gugger,

diesmal habe ich einen aktuellen Lost Place für euch, der mitten in Nürnberg steht. Es geht um das Wirtshaus „Zum Klösterle“ in Pillenreuth. Diese Gaststätte ereilte ein tragisches Schicksal. Aber lest hier nun genau darüber.

Geschichte

Das Wirtshaus „Zum Klösterle“ steht mitten im ehemaligen Kloster Pillenreuth, welches seit der Gründung im 14. Jahrhundert von den Augustinerchorfrauen geführt wurde und damals noch zur Diözese Eichstätt gehörte. 1972ist der Ort nach Nürnberg eingemeindet worden. Das Gasthaus gehörte früher zum Klostergebäude, es soll das Pröpstinnenhaus gewesen sein, dads ist die Unterkunft für die Klosterleitung. In dem Gebäude soll damals auch die Schreibstube und die Bibliothek des Kloster gewesen sein.

Der Kern des Gebäudes stand unter Denkmalschutz stammt aus dem 14./15. Jahrhundert, war also schon weit über 600 Jahre alt. Man sagt, daß im 19. Jahrhundert in dem Gebäude „weltlichen Vergnügungen“ nachgegangen wurde. *hihi* Im Jahr 1862 wurde das Gebäude dann zu einer Wirtschaft – „Zum Klösterle“.

Heutiger Zustand

Das Gasthaus wurde bis zum 04. Januar 2012 von einer heute 63-jährigen Wirtin geführt. Es wird gesagt, daß das Wirtshaus in der letzten Zeit nur noch schlecht lief. Die Wirtin wollte den Betrieb verkaufen, doch trotz mehrmaliger Preisreduzierung lies sich kein Käufer finden. Deswegen sah sie wohl keinen anderen Ausweg mehr, als die traditionsreiche Gaststätte in die Luft zu sprengen.

Am 04.01.2012 soll sie in Zusammenarbeit mit ihrem Aushilfskoch die Gasleitung manipuliert und so eine Explosion herbei geführt haben. Die Explosion muss enorm gewesen sein… Es ist dort ein Schaden von ungefähr 800.000 €uro entstanden sein ! Aber neben dem Klösterle wurden auch noch weitere Gebäude drum rum beschädigt.

Der Prozess ist bereits 2012 zu Ende gegangen. Der Aushilfskoch hat eine Strafe von 2 Jahren und 11 Monaten Gefängnis bekommen. Die Wirtin selber muss für insgesamt 6 Jahren und 6 Monate ins Gefängnis gehen.

Die Ruine wurde vor kurzem als nicht Einsturz gefährdet eingestuft und als nicht als akute Gefährdung, auch wenn laut den Anwohnern dort inzwischen schon Ratten unterwegs seien und es riechen soll. (Ich hab davon allerdings nichts bemerkt, als ich am Wochenende dort war.) Da das Grundstück in Privatbesitz ist, sind der Stadt wohl die Hände gebunden. Es soll aber wohl schon Kaufinteressenten geben…

Bilder von der Ruine

Hattet ihr von diesem Haus schon gehört, oder wart gar schon mal dort ? Was haltet ihr von dieser Geschichte ? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Euer Pauli

 

Kategorien: Lost Places | Schlagwörter: , , , , , , , | 8 Kommentare